Triumpf der Liebe

Für viele Leute ist die «Ehe für alle» eine überfällige Selbstverständlichkeit. Zu Recht. Das findet auch der Chefredaktor des «Nebelspalters» Markus Somm.

In seiner Kolumne in der SonntagsZeitung bringt es Markus Somm auf den Punkt: «Es gibt aus meiner Sicht keinen einzigen vernünftigen Grund, gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe vorzuenthalten. Zu wem sich ein Mensch hingezogen fühlt, wie er seine sexuelle Identität bestimmt, geht den Staat nichts an. Vielmehr soll sich dieser agnostisch verhalten – und die Freiheit der Liebe nicht gewähren, sondern darauf achtgeben.»

Die «Ehe für alle» nimmt niemandem etwas weg. Im Gegenteil. Sie stärkt sowohl die traditionelle Institution Ehe sowie die Familie. «Denn hier schliessen sich Menschen freiwillig zusammen, um sich zu unterstützen und zu fördern, manchmal auch, um gemeinsam Kinder aufzuziehen – ob leibliche oder adoptierte muss den Staat ebenso wenig kümmern», so Somm. Deshalb hält er es auch für richtig, wenn homosexuelle Paare Kinder haben können. Er schreibt in seiner Kolumne: «Ob schwule, lesbische oder heterosexuelle Eltern: Wir alle können an der Erziehung von Kindern scheitern oder dabei reüssieren. Niemand weiss, wenn geheiratet wird, welches Paar es gut machen wird – und wer nicht. Versagende Eltern haben kein Geschlecht.»

Kolumne von Markus Somm: SonntagsZeitung