SRF Club: «Ehe für alle» – Was wären die Folgen?

Am 26. September stimmt die Schweiz über die «Ehe für alle» ab. Dürfen Schwule und Lesben heiraten? Darüber diskutierten Befürworter:innen und Gegner:innen im Club. Kathrin Bertschy vertrat das Komitee «JA für alle».

Im SRF Club zum Thema ««Ehe für alle» – Was wären die Folgen?» diskutierten Kathrin Bertschy (Komitee «JA für alle» und Nationalrätin GLP/BE), Bischof Joseph Maria Bonnemain, Verena Herzog (Co-Präsidium «Nein Ehe für alle» und Nationalrätin SVP/TG), Priscilla Schwendimann (Reformierte Pfarrperson für LGBTQ-Community Zürich), Marc Jost (Generalsekretär Schweizerische Evangelische Allianz und Vorstandsmitglied EVP Thun) und Denise Gämperle (lesbische Mutter und Fachspezialistin Entsorgung SBB).

«In der Bundesverfassung ist klar geregelt, dass der Zugang zu Ehe allen Paaren offen stehen soll und dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Das ist momentan nicht der Fall. Homosexuellen Menschen steht in der Schweiz bloss eine Ehe zweiter Klasse offen. Das müssen wir dringend korrigieren», sagt Kathrin Bertschy. Die Chance bietet sich dem Schweizer Stimmvolk am 26. September 2021, wenn an der Urne über die «Ehe für alle» abgestimmt wird. Die Abstimmung steht im internationalen Scheinwerferlicht. Ein Ja ist absolut zentral, damit die Schweiz auch weiterhin als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird. Denn die Schweiz gehört in Sachen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare zu den Schlusslichtern. Sie ist das zweitletzte Land Westeuropas, das gleichgeschlechtlichen Paaren die Heirat verbietet. Bei einem Nein zur Ehe für alle droht ein Image-Verlust zum Schaden des Standorts Schweiz.

Zur Sendung: SRF Club